Website erstellen lassen: Kosten 2026 auf drei Jahre
Eine Website erstellen zu lassen kostet 2026 beim Freelancer meist 1.500 bis 3.500 €, bei der Agentur ab etwa 5.000 €, dazu laufend 10 bis 150 € im Monat für Hosting und Wartung; ein Baukasten kostet 12 bis 33 € im Monat und Ihre Abende. Rechnen Sie auf drei Jahre und mit Online-Terminbuchung: Dann liegt die Freelancer-Website schnell bei 5.000 € und mehr, Traxo Starter bei 1.440 € zzgl. MwSt.
Sonntagabend, drei Angebote auf dem Küchentisch: 600 € für vier Seiten, 2.490 € zum Festpreis, und ein Webdesigner, der sagt, unter 5.000 € netto fange er gar nicht an. Für dieselbe Website, denken Sie. Aber das erste Angebot rechnet Hosting extra, das zweite schweigt zur Wartung, und im dritten steckt eine Terminbuchung, die die anderen beiden als Zusatzleistung führen.
Die Frage ist also nicht, was die Website am Tag der Abnahme kostet, sondern was Sie nach drei Jahren dafür bezahlt haben, und wie viele Termine sie Ihnen in der Zeit gebracht hat. Unten stehen die Preise, die wir am 21. September 2026 bei deutschen Anbietern gelesen haben, und die Summe, die auf keinem Angebot steht.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preis je Weg. Baukasten: 12 bis 33 € im Monat. Freelancer: 1.500 bis 3.500 € für eine kleine Firmenwebsite. Agentur: ab etwa 5.000 €. Traxo: 40 € im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, Einrichtung inklusive.
- Rechnen Sie auf drei Jahre. Hosting, Domain und Wartung kommen jedes Jahr wieder. Bei einer WordPress-Website macht allein die Wartung 600 € und mehr im Jahr aus: ab 50 € im Monat laut graphek, gelesen am 1. Oktober 2026.
- Die Online-Terminbuchung ist das teure Extra. Fast jedes Angebot führt sie als Zusatzleistung. Als Modul für eine individuelle Website kostet sie 1.000 bis 3.000 € extra.
- Netto oder brutto. Webdesign-Preise sind fast immer netto. Als Kleinunternehmer zahlen Sie 19 % obendrauf, weil Sie keine Vorsteuer abziehen dürfen.
- Die Posten, die im Angebot fehlen. Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Plugin-Lizenzen, Backups: zusammen mehrere hundert Euro im Jahr, und sie tauchen erst auf, wenn die Website schon läuft. Fragen Sie vorher danach.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Für einen kleinen Betrieb gibt es im Wesentlichen sechs Wege zur Website. Die Tabelle zeigt, was jeder einmalig und jeden Monat kostet, und wo der Haken liegt.
| Weg | Einmalig | Laufend | Online-Terminbuchung | Der Haken |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten (IONOS MyWebsite Now) | 0 € | 12 bis 33 € im Monat, inkl. MwSt. | Ab dem Paket Plus (18 €) | Sie bauen und pflegen alles selbst, abends |
| Website-Abo (mywebabo) | 299 bis 499 € Einrichtung | 29 bis 59 € im Monat | Nicht im Paket genannt | Die Einrichtungsgebühr kommt zum Abo dazu |
| Vorlage zum Festpreis (werkerweb) | Ab 329 € brutto, Texte ca. 195 € | Hosting suchen Sie selbst | Nein | Hosting, Updates und Änderungen liegen danach bei Ihnen |
| Freelancer | 1.500 bis 3.500 € | Hosting 10 bis 40 €, Wartung ab 50 € im Monat | Meist extra, 1.000 bis 3.000 € | Texte und Fotos liefern Sie selbst |
| Agentur | Ab ca. 5.000 €, oft bis 20.000 € | Ein Wartungsvertrag | Individuell oder per Anbindung | Wochen bis Monate, Korrekturschleifen |
| Traxo Starter | 0 €, Einrichtung inklusive | 40 € im Monat bei jährlicher Zahlung, oder 50 € monatlich kündbar | Inklusive, mit Ihrem Kalender verbunden | Sie arbeiten mit unserem System, nicht mit einem eigenen Design |
Preise gelesen am 21.09.2026. Traxo zzgl. MwSt., IONOS und werkerweb inkl. MwSt.; mywebabo zzgl. MwSt. (Preisseite, gelesen am 1. Oktober 2026). Die Spannen für Freelancer und Agentur stammen aus veröffentlichten Preisübersichten, nicht aus Angeboten.
Alle Preise, die wir in Deutschland gelesen haben – Baukästen, Agenturen, Buchungssoftware –, jeder mit Datum und Quelle, stehen in unserem Preismonitor.
Woher die Zahlen kommen: IONOS verlangt für MyWebsite Now 12, 18 oder 33 € im Monat inkl. MwSt., mit Aktionspreisen in den ersten Monaten und teils Mindestlaufzeit. Mywebabo vermietet eine Website für 59 € im Monat plus 499 € Einrichtung, werkerweb baut Handwerker-Vorlagen ab 329 € brutto, einmalig. Die Agentur Ucentric Media berechnet Websites für lokale Firmen in diesem Jahr im Schnitt mit 3.353,21 €, die Webdesignerin Lisa Koch bietet ihre Website zum Festpreis von 2.490 € netto an, und die Agentur graphek setzt für ein Buchungssystem 1.000 bis 3.000 € Aufschlag an.
Die Terminbuchung ist kein Zusatzmodul, sondern der Kern. Sie kreuzen Ihre Leistungen an, korrigieren die Öffnungszeiten, und Ihre Kunden buchen mit der richtigen Dauer pro Leistung, direkt in Ihren Kalender. Rund zehn Minuten Ihrer Zeit, keine Einrichtungsgebühr: 40 € im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, oder 50 € monatlich kündbar. Wie die Buchung funktioniert, zeigt unsere Seite zur Online-Terminbuchung.
Meine Website erstellenFestpreis oder Stundensatz?
Beide Modelle sind üblich, und graphek benennt die Kehrseite von beiden: Ein Festpreis gibt Planungssicherheit, verlangt aber eine klare Leistungsdefinition — alles, was später dazukommt, ist ein neues Angebot. Ein Stundensatz ist flexibler für Änderungen und schwerer zu kalkulieren; Sie erfahren den Preis, wenn die Arbeit fertig ist.
Für einen kleinen Betrieb ist die Frage meist entschieden, bevor sie gestellt wird: Wer nicht sagen kann, wie viele Unterseiten er braucht, bekommt keinen belastbaren Festpreis. Es lohnt sich deshalb, den Umfang selbst aufzuschreiben, bevor Sie anfragen. Fünf Zeilen reichen: welche Seiten, welche Funktionen, wer Texte und Fotos liefert, bis wann, und was eine Änderung nach dem Start kostet. Was in einer Festpreis-Website üblicherweise drin ist und was nicht, steht in unserem Beitrag dazu, was eine Website zum Festpreis wirklich enthält.
Stundensatz mal Stunden: so entstehen die Preise
Freelancer rechnen laut graphek (gelesen am 2. Oktober 2026) bis 120 € pro Stunde, Agenturen 80 bis 150 €; Ucentric Media nennt 100 €. Daraus ergeben sich die Spannen in der Tabelle, denn eine kleine Firmenwebsite braucht mehr Stunden, als man denkt.
Ich kalkuliere Webseiten aber nicht mehr unter 30h, weil vor allem dann immer doch mehr kommuniziert werden muss, als Anfangs gedacht und dann bist halt bei normalen Stundenlöhnen schon bei 2,5-3k.
30 Stunden zu 90 € sind 2.700 €. Ein Angebot über 600 € ist deshalb nicht automatisch unseriös, aber es rechnet mit weniger als sieben Stunden: Fragen Sie, was darin fehlt.
Was kostet welche Art von Website?
« Eine Website » ist keine Menge, und daher kommen die meisten Missverständnisse beim Vergleich von Angeboten. Drei deutsche Anbieter veröffentlichen ihr Preisraster nach Art der Website, und sie sind sich einig, wo die Grenze verläuft: Eine Seite, die sagt, wer Sie sind, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht, kostet einen Bruchteil dessen, was eine Firmenwebsite mit vielen Unterseiten oder ein Shop kostet.
| Art der Website | graphek | Für-Gründer.de | weissblau media |
|---|---|---|---|
| Visitenkarte, wenige Seiten | 1.000 bis 3.500 € | 500 bis 2.000 € | 500 bis 1.500 € (Microsite) |
| Portfolio oder Blog | Nicht getrennt ausgewiesen | 800 bis 5.000 € | 1.500 bis 3.000 € (Portfolio) |
| Firmenwebsite mit Unterseiten | 5.000 bis 20.000 € | 2.000 bis 20.000 € | 2.500 bis 20.000 € |
| Onlineshop | 8.000 bis 30.000 € | 4.000 bis 20.000 € | Ab 5.000 € |
| Web-Anwendung | 30.000 bis über 150.000 € | Nicht ausgewiesen | Nicht ausgewiesen |
Einmalpreise, gelesen am 24.09.2026 auf den drei verlinkten Seiten. Für-Gründer.de ist auf den 4. März 2026 datiert, weissblau media auf den 4. November 2025. Laufende Kosten kommen bei allen drei dazu und stehen in keiner dieser Zahlen.
Die drei Raster stehen bei graphek, bei Für-Gründer.de und bei weissblau media. Sie widersprechen sich weniger, als es aussieht: Wo graphek für die Visitenkarte bei 1.000 € anfängt und Für-Gründer.de bei 500 €, liegt der Unterschied im Umfang der Texte und daran, ob Fotos dabei sind — nicht an der Technik.
Für einen Salon, ein Studio oder einen Handwerksbetrieb ist fast immer die erste Zeile gemeint, gelegentlich die dritte. Wenn Ihnen jemand für eine Seite mit Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und Kontakt einen Preis aus der Shop-Zeile nennt, verkauft er Ihnen entweder mehr, als Sie brauchen, oder er rechnet mit Stunden, die im Angebot noch nicht stehen. Fragen Sie in diesem Fall nach der Seitenzahl und nach den Funktionen, die den Preis machen.
Spannen sind leicht veröffentlicht; interessanter ist, was tatsächlich abgerechnet wurde. Die Agentur Ucentric Media nennt für ihr eigenes Portfolio Durchschnitte statt Spannen: 3.353,21 € für die Website eines lokalen Betriebs, 4.033,33 € für einen kleinen Onlineshop mit weniger als hundert Produkten, 16.375 € für große Projekte. Das ist keine Branchenerhebung, sondern die Erfahrung einer einzigen Agentur — aber es sind Rechnungen und keine Prospektpreise, und die Website des lokalen Betriebs liegt damit ziemlich genau in der Mitte der Freelancer-Spanne aus der Tabelle weiter oben.
Welche monatlichen Kosten hat eine Website?
Ein Angebot nennt die Erstellung. Diese Posten kommen danach, und sie entscheiden, ob eine Website für 2.500 € Sie nach drei Jahren 3.000 € oder 6.000 € gekostet hat.
- Hosting und Domain. Bei WordPress 10 bis 40 € im Monat, laut Ucentric Media. Beim Baukasten und beim Abo steckt beides meist im Monatspreis.
- Wartung. Updates, Sicherheit und Backups einer WordPress-Website: laut graphek ab 50 € im Monat. Ohne Wartung steht die Seite nach einem Jahr noch da, nur nicht mehr sicher.
- Lizenzen. Theme, Page-Builder und Plugins laufen oft als Jahresabo. Ein Cookie-Tool allein kostet laut Ucentric Media 50 bis 360 € im Jahr.
- Texte und Fotos. Ein Texter nimmt laut graphek 50 bis 150 € pro Seite, ein Fotoshooting 500 bis 2.000 €. Liefern Sie beides selbst, entfällt dieser Posten.
- Online-Terminbuchung. Entweder als Modul für 1.000 bis 3.000 € beim Webdesigner, oder als eigenes Monatsabo neben der Website.
Nicht jede Website braucht einen Wartungsvertrag. Bei geschlossenen Systemen wie Baukästen fällt Wartung kaum an, bei WordPress oft weniger als angeboten. Das sagen sogar Agenturen, die selbst Wartung verkaufen.
Allerdings zahlen viele Unternehmen monatliche Kosten völlig umsonst. Sei hier also vorsichtig.
Die Domain gehört auf Ihren Namen
Der teuerste Fehler steht in keinem Angebot: eine Domain, die auf den Namen des Webdesigners oder seiner Agentur läuft. Wollen Sie später wechseln, brauchen Sie seine Mitwirkung, um Ihre eigene Adresse mitzunehmen. Lassen Sie sich schriftlich geben, dass die Domain auf Ihren Namen eingetragen wird und was Sie beim Abschied mitbekommen.
Die Kosten, die in keinem Angebot stehen
Neben Hosting und Wartung gibt es eine dritte Sorte Kosten: die, die erst auftauchen, wenn die Website schon läuft. graphek führt sie als « versteckte Kosten » auf, und die Liste ist kurz genug, um sie vor der Unterschrift durchzugehen.
- Cookie-Banner. 30 bis 50 € im Jahr für eine Consent-Lösung. Ucentric Media rechnet für dasselbe Werkzeug 50 bis 360 € im Jahr — die Spanne hängt daran, wie viele Besucher die Seite hat.
- Datenschutzerklärung. 200 bis 500 €, wenn sie anwaltlich geprüft sein soll. Ein Generator kostet nichts und deckt weniger ab; welchen Weg Sie wählen, gehört ins Angebot und nicht in den Monat nach dem Start.
- Plugin-Lizenzen. 50 bis 200 € pro Plugin und Jahr (laut graphek, gelesen am 1. Oktober 2026). Eine WordPress-Website mit Terminbuchung, Formularen und Bildergalerie kommt schnell auf drei davon, und sie verlängern sich stillschweigend.
- Backups und Sicherheit. 20 bis 50 € im Monat, sofern das nicht schon im Wartungsvertrag steckt. Fragen Sie nach, statt es zweimal zu zahlen.
- Barrierefreiheit nachrüsten. 2.000 bis 5.000 €, wenn eine fertige Website das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz erfüllen soll. Ob Sie das überhaupt müssen, steht weiter unten — und für die meisten kleinen Dienstleistungsbetriebe lautet die Antwort nein.
Laut graphek (gelesen am 1. Oktober 2026) ergibt das ein laufendes Budget von 100 bis 500 € im Monat, bei Hosting von 5 bis 50 €, Domain 1 bis 3 € und Wartung 50 bis über 500 €. Als Zahl entscheidet diese Spanne nichts; als Richtung schon: Bei einer individuellen WordPress-Website ist das Monatliche kein Rundungsfehler neben dem Erstellungspreis, sondern über drei Jahre oft die Hälfte der Gesamtrechnung. Genau deshalb steht in diesem Artikel überall eine Summe über 36 Monate und nicht ein Preis.
Selbst bauen ist ebenfalls nicht umsonst. Ucentric Media rechnet für eine selbst gebaute Website mit fremden Werkzeugen über fünf Jahre etwa 2.500 € — Abos, Vorlagen und Lizenzen, ohne eine einzige Stunde Ihrer eigenen Zeit. Was diese Stunden wert sind, rechnen wir im nächsten Abschnitt aus.
Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
Auf dem Papier ist der Baukasten der günstigste Weg. Bei IONOS kostet MyWebsite Now 12 bis 33 € im Monat, die Domain ist inklusive, und ab dem Paket Plus ist eine Online-Terminbuchung dabei. Sie wählen eine Vorlage, schreiben die Texte und laden Ihre Fotos hoch.
Der eigentliche Preis ist Ihre Zeit. Rechnen Sie nach unserer Schätzung mit 20 bis 30 Stunden für eine Website, die ordentlich aussieht, und danach mit jedem Abend, an dem sich ein Preis oder eine Öffnungszeit ändert. 25 Stunden bei angenommenen 45 € Stundenumsatz sind 1.125 €, die Sie in der Zeit nicht verdienen. Ein Baukasten ist die günstigste Website, solange Sie Ihre Abende nicht in Rechnung stellen.
Der Baukasten passt, wenn Sie gern schreiben, Ihre Leistungen selten ändern und die Terminbuchung des Anbieters Ihre Behandlungsdauern abbildet. Wollen Sie lieber einmal zahlen und nie wieder daran denken, lesen Sie was eine Website zum Festpreis wirklich enthält.
Netto oder brutto: Was zahlen Kleinunternehmer?
Fast jeder Webdesigner nennt Nettopreise, und für die meisten Betriebe ist das korrekt: Wer Umsatzsteuer ausweist, zieht die 19 % als Vorsteuer wieder ab. Für ihn kosten 2.490 € netto tatsächlich 2.490 €.
Als Kleinunternehmer rechnen Sie anders. Nach § 19 UStG sind Ihre Umsätze steuerfrei, wenn Sie im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € umsetzen. Die Kehrseite steht in § 15 Abs. 2 UStG: Für steuerfreie Umsätze gibt es keinen Vorsteuerabzug. Jeder Nettopreis kostet Sie also 19 % mehr, aus 2.490 € werden 2.963,10 €, aus 50 € Wartung im Monat 59,50 €.
Vergleichen Sie Angebote deshalb auf dem Betrag, der am Ende von Ihrem Konto abgeht. Für einen regelbesteuerten Betrieb wirkt ein Baukasten mit Preisen inkl. MwSt. neben einem Nettoangebot teurer, als er ist. Für einen Kleinunternehmer ist es umgekehrt: Der Bruttopreis ist genau das, was er zahlt, und das Nettoangebot kostet ihn 19 % mehr, als draufsteht.
Barrierefreiheit und Impressum: Was muss die Website können?
Zwei Pflichten tauchen in Angeboten als Preistreiber auf. Das Impressum ist Pflicht für jede geschäftliche Website: Name, Anschrift, E-Mail und, falls vorhanden, Registernummer und USt-IdNr., so verlangt es § 5 DDG. Das kostet keinen Aufpreis, es muss nur vollständig sein.
Bei der Barrierefreiheit lohnt ein genauer Blick, bevor Sie dafür zahlen. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt nach § 3 Abs. 3 BFSG nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten. Kleinstunternehmen heißt nach § 2 BFSG: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen € Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Ein Kosmetikstudio mit drei Leuten ist also ausgenommen. Eine gut lesbare Website mit Kontrasten und Alternativtexten schadet trotzdem nie, sie ist nur kein Grund für einen Aufschlag von mehreren tausend Euro.
Wie groß dieser Aufschlag sein kann, steht bei graphek: 2.000 bis 5.000 €, um eine bestehende Website nachträglich barrierefrei zu machen. Das ist ein echter Preis für eine echte Arbeit — und genau deshalb lohnt sich die Frage, ob Sie sie schulden. Wenn Sie unter zehn Beschäftigte haben und Dienstleistungen anbieten, schulden Sie sie nicht, und ein Angebot, das diesen Posten ungefragt enthält, ist an dieser Stelle verhandelbar. Verkaufen Sie online Waren, sieht es anders aus; dann klären Sie es vor der Unterschrift und nicht danach.
Was kostet eine Website über drei Jahre? Ein Rechenbeispiel
Ein Beispiel, mit Annahmen, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen: ein Kosmetikstudio in Leipzig-Plagwitz, die Inhaberin arbeitet allein, rund 35 Termine pro Woche. Kundinnen sollen abends selbst einen Termin buchen können, mit der richtigen Dauer für Gesichtsbehandlung, Wimpern oder Maniküre. Wir rechnen 36 Monate, alles netto; das Studio ist regelbesteuert.
Weg 1: ein Freelancer mit WordPress
- Erstellung: 2.500 € (Annahme, im Rahmen von 1.500 bis 3.500 €).
- Buchungssystem als Modul: 1.000 € (untere Grenze der Spanne von graphek).
- Hosting und Domain: 15 € × 36 Monate = 540 €.
- Wartung: 50 € × 36 Monate = 1.800 €.
- Summe: 5.840 €.
Weg 2: selbst bauen mit IONOS MyWebsite Now Plus
- Paket Plus mit Terminbuchung: 12 × 1 € Aktionspreis + 24 × 18 € = 444 € inkl. MwSt., also 373,11 € netto (Preise vom 21.09.2026).
- Eigene Zeit: 25 Stunden × 45 € = 1.125 € (Annahme).
- Summe: 373,11 € an Rechnungen, 1.498,11 € mit Ihren Stunden.
Weg 3: Traxo Starter
- Abo: 40 € × 36 Monate = 1.440 €, Einrichtung inklusive.
- Online-Buchung mit Dauer pro Leistung, Kundenkartei und Umsatzübersicht: inklusive.
- Online-Zahlungen: 3 % nur auf das, was Kundinnen online zahlen. Bei 15 € Anzahlung für 4 Neukundinnen pro Woche sind das 0,45 € pro Buchung: 0,45 € × 4 × 46 Wochen × 3 Jahre = 248,40 €.
- Summe: 1.440 €, oder 1.688,40 € mit Online-Anzahlungen.
Ehrlich gelesen: In Euro auf der Rechnung ist der Baukasten am günstigsten, wenn Sie die Abende haben und die Buchung Ihre Behandlungen abbildet. Der Freelancer kostet über drei Jahre fast das Vierfache der beiden anderen Wege. Wäre die Inhaberin Kleinunternehmerin, kämen auf ihre 5.840 € noch 19 % dazu: 6.949,60 €. Traxo stünde dann bei 1.713,60 €, der Baukasten bei den 444 €, die ohnehin brutto auf der Rechnung stehen.
Der Unterschied steckt also nicht im Erstellungspreis, sondern in dem, was jeden Monat wiederkommt. Fragen Sie bei jedem Angebot nach der Summe über 36 Monate, Terminbuchung inklusive. Wer das nicht schriftlich geben will, hat Ihnen damit auch geantwortet.
Ein zweites Beispiel: ein Malerbetrieb zu dritt
Das erste Beispiel ist eine Einzelunternehmerin. Zu dritt verschiebt sich die Rechnung, und zwar auf beiden Seiten. Ein Malerbetrieb in Chemnitz, der Inhaber und zwei Gesellen, regelbesteuert, will Besichtigungstermine online vergeben, jeder mit eigenem Kalender, und eine Website, die bei « Maler Chemnitz » gefunden wird. Wieder 36 Monate, alles netto, und alles Annahmen außer den verlinkten Preisen.
- Agentur: Erstellung 5.000 € — die untere Grenze, die IONOS für Agentur und Freelancer nennt —, Wartungsvertrag 150 € × 36 Monate = 5.400 €, Terminbuchung als Modul 1.500 € (Mitte der Spanne von graphek), anwaltlich geprüfte Datenschutzerklärung 350 €. Summe: 12.250 €.
- Freelancer: Erstellung 3.500 € (oberes Ende der Spanne, weil drei Kalender mehr Arbeit sind als einer), Terminbuchung 1.500 €, Hosting und Domain 15 € × 36 = 540 €, Wartung 50 € × 36 = 1.800 €. Summe: 7.340 €.
- Traxo Pro: 80 € × 36 Monate = 2.880 €, mit Kalender und Konto für jeden der drei, Einrichtung inklusive. Ohne Online-Anzahlungen bleibt es bei dieser Summe, denn die 3 % fallen nur auf das an, was tatsächlich online bezahlt wird — und ein Malerbetrieb kassiert selten online.
Der Abstand wächst mit der Zahl der Personen, weil der Agenturweg pro Kopf nichts Zusätzliches leistet und trotzdem denselben Wartungsvertrag trägt. Umgekehrt gilt dasselbe wie oben: Braucht der Betrieb einen Auftritt, der nach keiner Vorlage aussieht, dann kauft er im Agenturangebot genau das, und die Differenz ist kein Aufschlag, sondern der Preis der Sache, die er wollte.
Einrichtung inklusive, Online-Buchung inklusive: ab 40 € im Monat zzgl. MwSt.
Fünf Fragen, bevor Sie unterschreiben
Die teuersten Fehler passieren nicht beim Bauen, sondern beim Bestellen. Für-Gründer.de ordnet sie nach Phasen: unklare Anforderungen und unrealistische Budgets in der Planung, eine oberflächliche Angebotsanalyse beim Vergleich, unklare Zuständigkeiten und verzögerte Rückmeldungen in der Zusammenarbeit. Ucentric Media nennt vier, die unmittelbar Geld kosten: ein individuelles Design bezahlen und eine Vorlage bekommen, die vereinbarten Kosten während der Umsetzung überschreiten, keine Gewährleistung für die Zeit nach dem Start vereinbaren, und einen monatlichen Wartungsvertrag abschließen, den es nicht braucht.
Beide Listen laufen auf dieselben fünf Fragen hinaus, und sie passen in eine E-Mail. Stellen Sie sie allen Anbietern wörtlich gleich, dann sind die Antworten vergleichbar.
- Was kostet das Ganze über 36 Monate? Erstellung, Hosting, Domain, Wartung, Lizenzen und Terminbuchung in einer Summe. Wer das nicht schriftlich gibt, hat Ihnen damit auch geantwortet.
- Auf wessen Namen läuft die Domain? Und was genau bekomme ich mit, wenn ich später gehe — die Domain, die Texte, die Fotos, die Datenbank?
- Ist das Design für mich gemacht oder eine Vorlage? Beides ist in Ordnung, aber nicht zum selben Preis. Es ist der erste der vier Fehler, die Ucentric Media aufzählt.
- Was kostet eine Änderung nach dem Start? Ein neuer Preis, ein neues Foto, eine neue Leistung: pro Stunde, pro Änderung, oder im Wartungsvertrag enthalten? Diese Zahl entscheidet, ob Sie die Website in zwei Jahren noch pflegen oder sie veralten lassen.
- Brauche ich den Wartungsvertrag wirklich? Bei einem geschlossenen System kaum, bei WordPress oft in kleinerem Umfang als angeboten. Lassen Sie sich sagen, was er konkret enthält, und was ohne ihn passiert.
Vier dieser fünf Fragen stellen sich bei einem Abo nicht mehr: Der Preis ist die Summe, Änderungen machen Sie selbst, Wartung ist kein Posten. Dafür stellt sich eine andere, die Sie genauso stellen sollten — was passiert, wenn ich kündige? Unsere Antwort darauf steht weiter unten in dem Abschnitt, der sagt, was Traxo nicht macht, und sie fällt nicht zu unseren Gunsten aus.
Wann lohnt sich eine teurere Website?
Nicht jeder Betrieb ist mit dem günstigsten Weg am besten bedient, und da haben Webdesigner recht. Im selben Reddit-Thread, in dem ein Selbstständiger fragte, ob 600 € für vier Seiten fair seien, hielt ein Teilnehmer dagegen:
Für 600€ wirst du nicht richtiges bekommen. Für eine Website mit ordentlichem Screendesign, CMS und Entwicklung musst du mindestens 5.000€ netto einplanen.
Ein günstiges Angebot, das später doppelt bezahlt werden muss, ist am Ende die teuerste Website.
Das stimmt, und es gilt für jeden Weg: Auch eine Website für 40 € im Monat, die niemand findet, ist zu teuer. Eine Agentur lohnt sich, wenn Sie ein eigenes Design wollen, das nach keiner Vorlage aussieht, einen Shop mit vielen Produkten oder eine Website, die mit Artikeln und Kampagnen in einem umkämpften Markt Kunden gewinnen soll.
Für ein Studio, einen Salon oder einen Handwerksbetrieb, der vor allem gefunden werden und Termine annehmen will, entscheiden zwei andere Fragen: Nimmt die Website um 22 Uhr einen Termin an, und ändern Sie einen Preis selbst, ohne jemandem zu mailen? Was ein Handwerksbetrieb braucht, steht in unserem Beitrag zur Webseite für Handwerker; wie Traxo für Kosmetikstudios eingerichtet ist, auf unserer Seite für Kosmetikinstitute.
Was Traxo macht, und was nicht
Traxo ist ein Abo, kein Projekt. Starter kostet 40 € im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, einmal im Voraus für zwölf Monate, oder 50 € im Monat, monatlich kündbar. Dafür bekommen Sie die Website, die Online-Buchung mit Ihrem Kalender, Online-Zahlungen zu 3 % pro Zahlung, Kundenkarteien und eine Übersicht über Umsatz und Termine. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht. Arbeiten Sie im Team, gibt es Pro: 80 € im Monat jährlich oder 100 € monatlich, mit Kalender und Konto pro Person (bis zu sechs), Google-Maps-Eintrag und Treueprogramm. Alles steht auf der Preisseite.
Von Ihnen braucht es rund zehn Minuten: Leistungen ankreuzen, Öffnungszeiten korrigieren, Fotos hochladen oder unsere nehmen. Dann zahlen Sie Ihr Abo und stellen die Website per Klick online. Wenn Sie möchten, zeigen wir Ihnen in einem kostenlosen Startgespräch von 15 Minuten, wie Sie damit arbeiten.
Kein Design bei null. Sie starten mit unserem System und passen es an; wollen Sie einen Auftritt, der nach nichts anderem aussieht, ist ein Webdesigner die bessere Wahl. Kein Shop für Hunderte Produkte. Traxo ist für Dienstleistungen und Termine gebaut. Keine kostenlose Testphase. Das Abo läuft ab der Bestellung. Kein Eigentum an der Software. Sie nutzen sie im Abo. Wenn Sie kündigen, enden Website und Domain mit dem Abo; Ihre Kundendatei erhalten Sie auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen zurück, danach wird sie gelöscht. Der Jahrespreis bindet Sie zwölf Monate und verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn Sie nicht 30 Tage vor Ablauf kündigen; wir erinnern Sie vorher per E-Mail. Wollen Sie frei bleiben, wählen Sie 50 € im Monat.
Meine Website erstellenHäufige Fragen
Was kostet eine einfache Homepage?
Eine Visitenkarten-Website mit wenigen Seiten kostet beim Freelancer meist 1.000 bis 3.500 €, als Vorlage zum Festpreis ab einigen hundert Euro. Dazu kommen Hosting und Domain, jedes Jahr wieder.
Was kostet eine Website pro Monat?
Beim Baukasten 12 bis 33 €, alles inklusive. Bei einer individuellen WordPress-Website 10 bis 40 € für das Hosting (laut Ucentric Media) und ab 50 € für die Wartung (laut graphek), dazu Lizenzen für Theme und Plugins. Ein Website-Abo liegt bei 29 bis 59 € im Monat (mywebabo), oft plus Einrichtungsgebühr. Hosting-, Wartungs- und Abopreise gelesen am 1. Oktober 2026.
Ist eine Website für 600 € seriös?
Sie kann es sein, wenn Sie Texte und Fotos liefern und eine fertige Vorlage reicht. Fragen Sie, wer das Hosting zahlt, was eine Änderung kostet und auf wessen Namen die Domain läuft; dann sehen Sie, ob der Preis wirklich 600 € ist.
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Freelancer nehmen laut graphek bis 120 €, Agenturen 80 bis 150 € pro Stunde. Ein niedriger Stundensatz garantiert keine niedrige Rechnung, wenn mehr Stunden anfallen.
Was kostet eine Website über drei Jahre?
Für unser Beispielstudio: 5.840 € beim Freelancer, 373,11 € an Rechnungen beim Baukasten (plus rund 25 Stunden eigene Arbeit), 1.440 € bei Traxo Starter, 1.688,40 € mit Online-Anzahlungen. Für einen Betrieb zu dritt: 12.250 € über eine Agentur, 7.340 € über einen Freelancer, 2.880 € bei Traxo Pro. Alle Zahlen netto, über 36 Monate, mit den Annahmen, die im Rechenbeispiel stehen.
Wem gehört die Domain?
Nur Ihnen, wenn das vereinbart ist: Lassen Sie die Domain auf Ihren Namen eintragen, nicht auf den des Webdesigners. Bei Traxo ist das anders: Die Domain gehört zum Abo, und mit der Kündigung enden Website und Domain; Ihre Kundendatei erhalten Sie auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen zurück, danach wird sie gelöscht.
Ihre Website mit Online-Terminbuchung, ohne Einrichtungsgebühr.
Rund zehn Minuten Ihrer Zeit, dann zahlen Sie Ihr Abo und stellen die Website per Klick online; im Startgespräch zeigen wir Ihnen, wie sie funktioniert. Ab 40 € im Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Zahlung, oder 50 € monatlich kündbar.
Möchten Sie lieber zuerst darüber sprechen? +33 7 80 98 20 43 – ein echter Mensch, montags bis samstags. Wir arbeiten aus der Ferne, egal wo Ihr Betrieb ist.
Lena
IONOS, Homepage-Baukasten MyWebsite Now (ionos.de, 21.09.2026) · mywebabo, Preise (mywebabo.de, 21.09.2026) · werkerweb, Preise (werkerweb.de, 21.09.2026) · Ucentric Media, Website erstellen lassen: Unsere Preise (aktualisiert am 5. Mai 2026) · graphek, Website erstellen lassen: Was kostet Webdesign wirklich? (aktualisiert am 26. März 2026) · Lisa Koch, Homepage erstellen lassen (21.09.2026) · weissblau media, Website erstellen lassen: Kosten (21.09.2026) · Für-Gründer.de, Website erstellen lassen (Stand: 4. März 2026, gelesen am 24.09.2026) · Reddit, r/selbststaendig, Kosten Erstellung Homepage (April 2025) · Umsatzsteuergesetz, § 15 und § 19 · Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, § 2 und § 3 · Digitale-Dienste-Gesetz, § 5. Die Spannen für Freelancer und Agenturen stammen aus veröffentlichten Preisübersichten, nicht aus Erhebungen; die beiden Rechenbeispiele beruhen auf Annahmen, die im Text stehen. Die Preisraster nach Website-Typ, die versteckten Kosten und die Fehlerlisten wurden am 24.09.2026 auf den verlinkten Seiten nachgelesen.
